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Freilicht- und Stadtmuseum

 

Freilichtmuseum Mühlenanger

Wer die alte Treppe - nur wenige Gehminuten vom Leitzen-Haus und vom Försterbergturm entfernt - von der Stadtmauer ins Rauchbachtal hinabsteigt, befindet sich inmitten alter Fachwerkgebäude. Der "Angerhof" besteht aus einem Wohnhaus - der über 500 Jahre alten, früheren Treppmühle - und drei um einem schmalen Hof gruppierten Scheunen. Erst vor etwa 150 Jahren wurden sie aus umliegenden Dörfern nach Stadtoldendorf umgesetzt. Bis dahin dienten sie zur Aufbewahrung des "Zehnten", der Pflichtgabe der Sollingbauern an ihre Grundherren.
 

   
   

Heute wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude-Ensemble museal genutzt. Die größte Scheune wurde zum Lokschuppen umfunktioniert. Eisenbahnfreunde haben am Mühlenanger entlang eine Schmalspur-Feldbahn aufgebaut: eine 350 Schienenmeter lange, erfahrbare Erinnerung an die zahlreichen Steinbruchbahnen in Stadtoldendorf und Umgebung. Eine andere Scheune dient als Ausstellungsraum für die umfangreiche Sammlung landwirtschaftlicher Großgeräte. Auch einige alte Ackerschlepper gehören zum Bestand. Nach dem Umbau dient die dritte Scheune als Veranstaltungsraum mit Geschichtsflair. 

In dem über hundert Jahre alten Pförtnerhäuschen der Weberei Kübler schließlich zeigen Fotos und Dioramen (dreidimensionale Schaubilder) plastisch, wie die Arbeit in den Steinbrüchen Stadtoldendorfs vor sich ging. Die Einrichtungen des Freilichtmuseums können nach Vereinbarung besichtigt werden. Außerdem finden Tage der offenen Tür statt. Die Feldbahn wird häufig von Vereinen oder Familien bei Feiern und sonstigen Veranstaltungen genutzt.

   
 
  

Charlotte-Leitzen-Haus (Stadtmuseum)
  
Seit 1982 sind Fundstücke aus der Geschichte Stadtoldendorfs sowie Alltagsgegenstände der Bevölkerung der Homburgstadt im Charlotte–Leitzen–Haus in der Amtsstraße 8 - 10 ausgestellt. Wen die Alltagsgeschichte der Stadtoldendorfer Bevölkerung interessiert, kann sich in sorgfältig hergerichteten Museumsräumen um Jahrzehnte zurückversetzen lassen, kann sich vorstellen, mit welchen Geräten die Bauern den Boden bestellten oder wie Hausschlachtungen stattfanden. In Küche und Wohnzimmern können sich die Besucher in den Alltag früherer Zeiten hineindenken.

 
Die Zeit der Handwerksgilden, Bünde jener Handwerksmeister, die ein „ehrliches Gewerbe“ ausübten- auch sie wird im Charlotte-Leitzen-Haus durch Pokale, Laden und Siegel sowie durch die Fahnen der Gesellenvereine spannend dokumentiert. Hier wird Heimatgeschichte lebendig. Im alten Gemäuer findet der Besucher Steine und Fossilien- stumme Zeugen einer Jahrmillionen zurückliegenden Zeit. Versteinerte Tierknochen, zum Beispiel vom wollhaarigen Nashorn, geben Einblick in die Tierwelt der geheimnisvollen Vorzeit. Heute noch beeindruckt die Homburg als Ruine. Durch die im Museum ausgestellten Funde erwacht sie zu neuem Leben.

 
Das Stadtmuseum im Leitzenhaus ist aufgrund umfangreicher Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen vorübergehend geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis!

    
 


 


   

 

     

Samtgemeinde Stadtoldendorf - Kirchstraße 4  - 37627 Stadtoldendorf - samtgemeinde@stadtoldendorf.de