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 | | Anders als benachbarte spätmittelalterliche Bauerndörfer ist der staatlich anerkannte Erholungsort Hellental ein zur Mitte des 18. Jahrhunderts aus einer frühneuzeitlichen Glashütte mit ortsfester Werkssiedlung (1717 - um 1741) entstandenes Arbeiter- und Handwerkerdorf an einem steilen Berghang (265 - 362 m über NN). Das Dorf ist eine für die vorindustrielle Epoche typische Siedlung im alten braunschweigschen Weserdistrikt, die durch die staatlich geförderte Arbeitsmigration unter dem Braunschweiger Herzog Carl 1., im Zusammenwirken mit seinem Hofjägermeister Johann Georg v. Langen, um eine Bergquelle „zur Beförderung des Commerce" planmäßig angelegt wurde. |
Im idyllischen Oberdorf, dem historischen Zentrum der ersten Ansiedlungsphase, imponiert besonders ein dreiteiliger Baukomplex, bestehend aus dem ehemaligen Gemeindebackhaus (um 1825) , einem Mittelbau und dem 1875 erbauten Feuerwehrgerätehaus. Oberhalb davon befindet sich die in Buntsandstein gefasste, kräftig schüttende Bergquelle, die noch heute den alten Mühlenteich am Dorfplatz speist. |
| Das kleine Dorfzentrum umgibt der besondere Charme des schönen Ensembles zweistöckiger, traufenständiger Fachwerkhäuser. Die dicht nebeneinander stehenden „Sollinghäuser" dienten ehemals zum Wohnen und Wirtschaften von „Anbauern" (Waldarbeitern, Leinenwebern und anderen Landhandwerkern). Noch heute ist die charakteristische Bauweise des schlichten „Sollinghauses" gut erkennbar, zuvor bewohnt von kleinbäuerlichen Brinksitzern und Häuslingen. Hohes Untergeschoss aus Buntsandstein, hohe Freitreppe, 2 Fachwerkgeschosse mit Wohn- und Webräumen, Zwerchgiebel mit Dachboden und Ladeluke zur Erntebergung und -lagerung, ehemals Dachbedeckung mit regionalen Sandsteinplatten. | |  |
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Den in und um Hellental ausgedehnt vorhandenen Trockenmauern wie auch den noch heute erkennbaren Geländespuren eines früheren Bewässerungssystems zum „Fleuen" nährstoffarmer Hangwiesen kommt eine besondere kulturlandschaftliche Bedeutung zu. |
Auskünfte, kulturhistorische Dorfführungen und Vorträge nach Vereinbarung:
Heimat und Geschichtsverein für
Heinade - Hellental - Merxhausen e.V.www.hgv-hhm.de
Dr. Klaus A. E. Weber, 37627 Heinade OT Hellental
Tel.: 05564/1559 oder 05532/4512
Tourist-Information, Broschüren und Infomaterial:
Solling Verkehrsverein Hellental
Tourismusinformation
Lönsstraße 2 - 37627 Hellental
Tel. 05564/2003-2
Fax 05564/2003-29
info@solling-hellental.de
www.solling-hellental.de |
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